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DEAD SHOT

DEAD SHOT

Titel: DEAD SHOT Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Jack Coughlin
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dazugehörigen Ausdrucken. Ich werde alles mitbringen.«
    »Wie sieht es mit Kopien aus? Hat Kahzahee die Daten gesichert?«
    »Das nehme ich an. Das Material ist zu wertvoll, als dass er es anderen einfach so überlässt.«
    Saladin schwieg einen Moment. »Kannst du frei sprechen?«
    »Ja.«
    »Gut. Zerstöre alle Kopien, sobald du die Wissenschaftler erledigt hast.«
    Juba sah, dass Direktor Kahzahee in die Kommunikationszentrale kam, und lächelte ihm zu. »Wir werden bald alle aufbrechen«, sagte Juba. »Ja, Sir. Das werde ich ihm ausrichten.« Er beendete das Gespräch. »Saladin beglückwünscht Sie zu Ihrem Erfolg, Herr Direktor, und sagt, dass in Paris eine Sonderzahlung auf Sie wartet.«
    Die Marines im Hinterhalt setzten auf totale Überraschung. Als unsichtbarer Feind würden sie aus einer Entfernung von siebenhundert Metern das Feuer eröffnen. »Tötet jeden auf dem Gelände, damit wir in das Gebäude vordringen können. Ihr habt gesehen, was sie mit den Gefangenen gemacht haben«, stimmte Swanson die anderen ein. Er sprach leise und entschlossen. »Sie haben den Tod verdient. Streckt diese Scheißkerle zu Boden.« Dann erläuterte er den Kameraden, wer welches Ziel übernehmen sollte. »Ich knöpfe mir die Bodyguards vor. Tipp, du nimmst dir alle anderen Ziele auf dem Gelände vor. Hughes, du feuerst mit dem RPG in die Behälter, und dann werden wir ja sehen, wie den Bastarden ihr eigenes Gebräu schmeckt. Alle halten sich bereit, wenn ich den ersten Schuss abgebe.«
    Kyle hielt das russische SWD-Dragunow-Scharfschützengewehr für eine taugliche Waffe, obwohl sie hinter dem amerikanischen Pendant zurückstand. Außerdem war das Dragunow nichts im Vergleich zu Excalibur. Der synthetische Kolben passte sich dennoch angenehm der Schulter an, und die rechte Hand legte sich um den Griff. Der Tragegurt kam Kyle rückständig vor, aber das Magazin fasste zehn Schuss Munition vom Kaliber 7.62×54 mm. Die Waffe war eine Halbautomatik und fast einen Meter dreißig lang. Das nachträglich entwickelte POSP 8×42 Zielfernrohr hatte sich in unwirtlichen Gegenden bewährt. Das Gewehr war betagt und reichte sogar in die Zeit vor dem Vietnamkrieg zurück, aber an diesem Tag im Iran würde die Waffe ihren Dienst tun. Langsam schob Kyle den Lauf durch die Blätter und suchte durch das Fernrohr sein erstes Ziel.
    Er entschied sich für einen der Bodyguards, der am Morgen mit den Jeeps gekommen war. Im Augenblick lungerte er auf der Motorhaube des einen Fahrzeugs, das Gesicht von Kyle abgewandt. Er sah wie ein durchtrainierter Kämpfer aus und stellte daher ein großes Bedrohungspotenzial dar. Für einen Scharfschützen ist ein Schuss in den Rücken ideal, da das Opfer dann keine Chance hat. Kyle hatte bereits die Entfernungstabelle studiert und die anderen Berechnungen im Kopf durchgeführt – die Windgeschwindigkeit und die Ballistik bei einem Schuss von einer Anhöhe. Er zielte auf eine Stelle unmittelbar des Halses, atmete gleichmäßig ein und aus, horchte auf seinen langsamer werdenden Herzschlag und betätigte den Abzug. Das Dragunow bellte, und die Kugel jagte mit einer Geschwindigkeit von neunhundert Metern pro Sekunde in Richtung des ahnungslosen Mannes.
    Der tschetschenische Kämpfer wurde nach vorn gestoßen, als sei er von einem Vorschlaghammer im Rücken getroffen worden. Mit dem Gesicht nach vorn fiel er in den Dreck. Das Geschoss hatte die Wirbelsäule durchschlagen und war im Körper explodiert: Die Organe wurden zerfetzt. Ein Schwall von Blut und Gewebepartikeln drang aus der Stelle an der Brust, an der die Kugel wieder austrat.
    Kyle richtete die Waffe auf den nächsten Tschetschenen, der bei dem Schuss erschrocken herumgewirbelt war. Swanson blieb ruhig und kaltblütig. Dieser Kerl würde nirgendwo mehr hinlaufen. Kyle zielte zentral auf den Körper. Das Dragunow spie eine zweite Kugel aus, die den Tschetschenen genau in der Brust traf. Das Opfer stand einen Moment still da, sackte dann auf die Knie und fasste sich an die tödliche Wunde, aus der das Blut quoll und über die Hände lief. Der Mann fiel tot zu Boden.
    Zu Kyles Rechten eröffnete Joe Tipp das Feuer aus dem leichten RPK-Maschinengewehr, dessen langer Lauf auf der Stütze ruhte. Das gesamte Areal wurde mit drei Salven eingedeckt … klack-klack-klack … klack-klack-klack . Mehrere Männer gingen zu Boden. Tipps hatte zwei weitere Patronengurte direkt neben sich liegen und konnte schnell nachladen. Er hatte nicht vor, den Leuten Zeit zu

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