Bücher online kostenlos Kostenlos Online Lesen
Die Ewigen

Die Ewigen

Titel: Die Ewigen Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Tina Sabalat
Vom Netzwerk:
war das wirklich erst Samstag gewesen? Der Tag im Krankenzimmer hatte mein Zeitempfinden völlig durcheinander gewirbelt, ich hatte ein bisschen das Gefühl, schon Wochen in Rom zu sein. Von meinem weißen Notfall-Rennwagen war in der Garage keine Spur zu sehen, den hatte Jackson hoffentlich seinem stolzen Besitzer zurückgegeben. Der klapprige Fiat stand traurig und verstaubt neben dem glänzenden Sportwagen, ansonsten gab es noch einen großen Transporter und zwei Limousinen. Ich wurde auf den Rücksitz des schwarzen BMW komplimentiert, in dem ich Samstag schon aus der Kirche kutschiert worden war, ich protestierte und wollte vorn sitzen, stieß damit jedoch diesmal auf sehr freundliche, wenn auch stocktaube Ohren. Hinten sei der sicherere Platz, beharrte Andreas, und ich wehrte mich nicht lang: Wenn mir schlecht wurde, hätten sie eben Pech gehabt.
    Aus der Viertelstunde wurde eher eine halbe, doch dann schloss Shane die Türen des Transporters hinter der letzten Umzugskiste, schnallte Jackson sich an, rutschte Magnus den Sitz so weit zurück, dass er die Beine halbwegs ausstrecken konnte, und wir rollten hinter Andreas, Ciaran und Josie aus der Garage, Shane folgte uns mit dem Transporter. Mir tat es nicht wirklich leid, das graue Haus zu verlassen: Es war und blieb ein düsterer Kasten, und ich hatte die längste Zeit dort mit Schmerzen in der Brust und Wut im Bauch im Krankenzimmer verbracht.
    Magnus

Ich weinte dem Haus keine Träne nach und freute mich sogar Fahrt. Ich hatte ein paar Dosen Cola (Light) und Schokoriegel (ohne Gelee-Zeug) dabei, beides für unsere wertvolle und wählerische Fracht auf der Rückbank - und mit drei Leuten im Auto würde die Fahrt sicher nicht so langweilig werden, wie wenn man die Kilometer allein absitzen musste.
    Shara heute viel besser aus: fast schon wie vorher, nur ein bisschen dünner. Aber wenn wir heute fahren konnten, war sie für Ciaran gesund - und das bedeutete, dass ich mich an die Arbeit machen konnte.
    "Was machst du eigentlich so für Sport?", fragte ich die Prinzessin, während Jack sich hinter Andreas durch den dichten Verkehr schlängelte, in Richtung Autobahn.
    Sie lehnte sich vor, hielt sich an meiner Kopfstütze fest und ich bekam einen Hauch Honig in die Nase, als ihre Haare nach vorn fielen.
    "Sport?"
    "Ja, Sport. Du weißt schon: Sich bewegen, vielleicht sogar schwitzen. Laufen, Schwimmen ..."
    "Ach so. Sitzen, Atmen, Schlafen."
    Ich lachte. "Du hast Rauchen vergessen."
    Sie rümpfte die Nase. "Warum fragst du?"
    "Na ja - du besitzt jetzt ein Schwert, damit solltest du umgehen können. Aber du brauchst schon ein bisschen Kraft und Kondition, sonst können wir da gar nicht anfangen. Außerdem ..."
    "Außerdem?"
    "Außerdem bist du viel zu dünn", stieß ich mutig auf gefährliches Terrain vor, "du brauchst mehr Muskeln. Du hast deine Narbe noch ganz frisch, jetzt ist die Gelegenheit echt günstig, um ein bisschen Masse aufzubauen."
    Sie schnaubte unwillig und ließ sich zurück in den Sitz fallen, echte Begeisterung sah anders aus. Wahrscheinlich hatte ich mich auch blöd ausgedrückt - welches Mädel wollte schon 'mehr Masse'?
    "Schnall dich bitte an", mischte Jack sich ein und unsere Prinzessin sicherte ihren wertvollen Leib mit dem Gurt, ohne Widerworte natürlich.
    Ich drehte mich im Sitz zu ihr um. "Was wiegst du?"
    Sie lachte auf. "Weiß ich nicht, ich hab keine Waage."
    Wozu auch, dachte ich, die würde eh nicht ausschlagen.
    "Ich würde sagen, wir fangen morgen gleich an - jeden Morgen joggen, danach ein bisschen Krafttraining."
    "Super Idee. Dann sehe ich bald aus wie Xena, die Kriegerprinzessin. Besorg mir noch eine knallenge Lederkluft mit Schnürmieder, das kommt zum Schwert richtig gut."
    "Xena hatte Muskeln."
    "Und ein paar Pfund Silikon in der Bluse." Shara dachte einen Augenblick nach. "Laufen ist schon okay, aber Joggen hasse ich. Ich war ganz gut im Sprinten, aber auf Langstrecke bin ich nicht zu gebrauchen. Das langweilt mich nach fünf Minuten."
    Ich schüttelte den Kopf. "Du brauchst Kondition. Schön langsames Traben, immer ein bisschen länger."
    "Nein."
    Ich drehte mich wieder nach vorn. "Jack, sag was."
    Er gab Gas, um hinter Andreas über eine sehr orangerote Ampel zu kommen. "Warum? Ich bringe ihr das Schießen bei, dafür braucht sie nur eine ruhige Hand."
    Zustimmendes Schweigen von der Rückbank, ich verschränkte beleidigt die Arme vor der Brust. "Dickkopf."
    "Das sagt der Richtige."
    "Ich bin der Schwertmeister."
    "Und ich

Weitere Kostenlose Bücher