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Two Night Stand

Two Night Stand

Titel: Two Night Stand Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Ki-Ela Stories
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Sev verließ mit einem fröhlichen Pfeifen das Büro.
     
    Tim grübelte und grübelte, was sollte er bloß tun? Sollte er nicht doch besser versuchen, sie zu vergessen? Doch das schien ein Ding der Unmöglichkeit zu sein, sie spukte in jeder Sekunde in seinem Kopf herum, wie sollte das also gehen?
    Hatte Severin Recht? Sollten sie es wirklich probieren?
    Und wenn das der Fall sein sollte, dann durfte Tim sich nicht viel Zeit lassen, Shona war stolz, und mit jedem Tag, den er wartete, würde es mit Sicherheit schwerer werden, sie davon zu überzeugen, dass er es mit ihr versuchen wollte.
     
     
    „Sissi, Mensch Mädchen, was haste denn hier gemacht?“, Franz Mertens baute sich mit einem wütenden Gesichtsausdruck vor Shona auf.
    „Wieso? Was ist denn?“, sie wischte sich die Hände ab und kam aus der Grube gekrabbelt.
    Ihr Chef hielt ihr zwei Rechnungen unter die Nase. „Wenn das so stimmt, wie das hier steht, dann hast du die beiden Fünfer verwechselt!“
    Shona durchfuhr es siedend heiß. „W… was?“, stammelte sie entsetzt.
    „Dir müsste doch aufgefallen sein, dass bei dem hier die Automatik keinen Defekt hatte. Das sind Fehler, die dürfen einfach nicht passieren. Ich muss jetzt beide Kunden vertrösten!“
    „Tut mir leid… ich… ich weiß auch nicht, wie das passieren konnte“, sie war völlig durch den Wind. „Ich werde mich direkt dranmachen, dass noch zu erledigen.“
    „Das schaffst du heute doch gar nicht. Du kannst mit dem hier anfangen, um den anderen soll sich Jens kümmern. Was ist denn los mit dir? Du bist heute den ganzen Tag schon so komisch“, Franz musterte sie eingehender.
    „Nichts, wirklich. Hab’ nur schlecht geschlafen“, murmelte sie leise. Und das war noch nicht einmal gelogen, im Grunde genommen hatte sie überhaupt nicht geschlafen, weil sie in Gedanken nur bei dem Hofmannsthaler Idioten war.
    „Dann geh heute früh ins Bett und schlaf dich aus“, riet ihr Chef ihr.
    „Ja, klar, mache ich“, sie strich sich fahrig eine Locke hinters Ohr.
     
    Tim wurde immer nervöser, er hoffte, dass sie pünktlich Feierabend machte, ihr Fahrrad stand jedenfalls auf dem Hof der Werkstatt, also war sie noch hier.
    Endlich sah er sie aus der Tür treten, sie ging auf das Fahrrad zu, Tim stieg schnell aus und lief zu ihr hinüber.
    „Shona!“
    Shonas Kopf ruckte sofort herum, das konnte ja wohl nicht wahr ein, was machte dieser Mistkerl denn hier? „Was willst du?“, sie funkelte ihn wütend an. „Ich denke, es ist alles geklärt?“
    „Nein, ist es nicht…“, Tim schaute sie bittend an. „Ich… ich möchte dir etwas sagen…“
    „Spar dir das, kommt eh nur Müll bei ‚raus“, schnaubte sie, dann wollte sie sich auf ihr Fahrrad schwingen, Tim griff rasch nach dem Lenkrad.
    „Bitte Shona, es ist wichtig – für uns beide!“
    „Für uns beide? Das gibt es nicht, es gibt kein ‚uns beide’, schon vergessen?“
    „Ich… ich habe mich in dich verliebt…“, seine Stimme klang ganz rau, als er diese Worte sagte.
    Shona stutzte für einen Moment, hatte sie sich verhört? Das konnte doch gar nicht sein, oder? „Ist das eine Masche von dir, damit ich nochmal mit dir ins Bett gehe?“, zischte sie ihm böse zu.
    „Nein! Das ist die Wahrheit. Ich weiß, was ich alles gesagt habe, aber das entsprach nicht den Tatsachen. Ich habe gemerkt, dass ich mich in dich verliebt habe und dass ich einen Fehler gemacht habe, als ich am Samstag Schluss gemacht habe. Lass es uns versuchen – bitte…“, Tim wollte sie an der Wange berühren, doch sie schlug ihm direkt die Hand weg.
    „Ich glaube dir kein Wort“, sie schob energisch seine Hände von ihrem Lenker. „Und jetzt lass mich in Ruhe, du stiehlst mir meine Zeit.“
    Sie warf ihm noch einen giftigen Blick zu, immerhin ließ Tim sie jetzt gewähren und trat einen Schritt zurück, als sie sich auf das Rad setzte. Schnell trat sie in die Pedale.
    „ Du wirst mich so schnell nicht los !“, rief er ihr hinterher, statt einer Antwort streckte sie den Mittelfinger der linken Hand in die Luft.
     
    Shona radelte so schnell sie konnte los, bloß weg von ihm. Wieder stieg Wut in ihr hoch, was bildete dieser Kerl sich eigentlich ein? Glaubte der etwa im Ernst, er brauchte nur aufzutauchen und schon verzieh sie ihm alles?
    Und was sollte das heißen, er ‚hatte sich verliebt‘? Jetzt auf einmal, oder was?
    Wieder machte sich ein dicker Kloß in ihrem Hals breit. Er hatte sie zutiefst verletzt und gekränkt, das konnte sie ihm

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