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0168 - Wir brachen dem Tod das Genick

0168 - Wir brachen dem Tod das Genick

Titel: 0168 - Wir brachen dem Tod das Genick Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Wir brachen dem Tod das Genick
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und fuhr schnell glavon. Es war ein gelber Mercury, Mister Morgan.«
    Er hatte die Lider zusammengezogen, bis sie von seinen Augen nur noch zwei schmale Striche freigaben.
    »Sieht so aus, als ob ich in der Tinte säße, was?« fragte er.
    Nords knallte die Faust auf den Tisch. »Verdammt, ja, Billy! So sieht es aus! Nehmen Sie es nicht auf die leichte Schulter!«
    »Es gibt aber, glaube ich, nicht nur einen gelben Mercury«, konterte Billy Morgan ruhig.
    »Stimmt«, räumte ich ein. »Nur hatte ausgerechnet der Mercury vor dem Hotel Ihr Kennzeichen, Morgan!«
    Einen Augenblick sagte er nichts. Dann zuckte er die Achseln und meinte: »Schön. Ich habe Ihnen ja gesagt, daß mein Auto heute früh gestohlen wurde. Demnach dürfte der Dieb meines Wagens auch zugleich Rockleens Mörder sein. Finden Sie.den Burschen!«
    Nords preßte die Lippen aufeinander. Aber er sagte nichts. Wir versuchten, von Morgan zu erfahren, wo er in der fraglichen Zeit gewesen war. Er lächelte uns beherrscht, kalt und ruhig an.
    »Tut mir leid, Gentlemen. Für die Zeit zwischen halb neun und kurz nach neun habe ich kein Alibi — so nennt man das doch, nicht wahr?«
    »Billy!« sagte Sheriff Nords fast flehend. »Seien Sie doch vernünftig! Wenn Sie sich derart halsstarrig anstellen, bleibt den G-men ja gar nichts anderes übrig, als Sie zu verhaften!«
    Ich stand auf, steckte mir eine Zigarette an und meinte leichthin:
    »Irrtum, Sheriff. Mister Morgan kann nach Hause gehen. Ich habe nichts dagegen, nur der Wagen muß noch hierbleiben. Aber auch den können Sie heute abend bekommen. — Übrigens, wollten Sie heute nicht verreisen?«
    »Sicher!« brummte Morgan übelgelaunt. »Aber soll ich vielleicht zu Fuß gehen?«
    Er stltnd auf und verabschiedete sich.
    Kaum war er zur Tür hinaus, raunte ich Phil zu:
    »Geh ihm nach! Sieh zu, daß er dich nicht bemerkt. Wir treffen uns im Hotel!«
    »Okay«, erwiderte mein Freund und machte sich auf die Strümpfe. Nords sah ihm nach, bis die Tür ins Schloß gefallen war. Er wischte sich den Schweiß von der Stirn.
    »Gott sei Dank! Ich fürchtete schon, Sie würden Billy festnehmen. Verstanden hätte ich‘s ja, aber das wäre ein Theater geworden! Die Morgans sind ziemlich beliebt…«
    »Ja«, murmelte ich, Während ich die beiden blonden Haare in meine Brieftasche legte. »Das kommt mir auch so vor… Kommen Sie, Sheriff, nehmen Sie den Kram mit, den wir brauchen, um den Wagen nach Fingerabdrücken abzupinseln. Ich verspreche mir was davon…«
    ***
    Fast zwei Stunden lang arbeiteten der Sheriff und ich im Hof. Nach einer halben Stunde fing es an zu regnen, und wir fuhren den Wagen unter ein vorragendes Dach. Der Sheriff setzte sich ans Steuer, während ein Polizist Und ich die Karre schoben.
    Alles in allem fanden wir gut hundert Fingerspuren, die wir einzeln sicherten. Als wir endlich mit dieser mühsamen Arbeit fertig waren, erschien Phil. Nords war gerade zu einem kurzen Telefongespräch ins Office zurückgegangen, so daß ich mich mit Phil unbelauscht unterhalten konnte.
    »Nun?« fragte ich. »Wo war er?«
    »Natürlich bei einem Mädchen«, grinste Phil. »Ich habe mich ein bißchen umgehört. Es ist eine Witwe, aber sie soll noch sehr jung und verteufelt hübsch sein. Marry Louse heißt das schöne Kind.«
    »Blond?«
    »Wie ein Weizenfeld.«
    »War er heute morgen bei ihr?«
    Phil nickte..
    »Ja. Genau in der fraglichen Zeit. Eine geschwätzige Nachbarin sah ihn kommen und kurz nach neun wieder gehen. Die Meldung vom Diebstahl seines Wagens scheint zu stimmen. Es sei denn, er konnte das Haus der Witwe irgendwie nach hinten oder so unbemerkt verlassen, um die Tat auszuführen, während die Nachbarn annehmen mußten, daß er bei der blonden Witwe war.«
    »Das glaube ich nicht«, entgegnete ich. »Morgan könnte zwar jemand umbringen, wenn er nur genügend aufgeregt ist, aber dieser Mord wurde nicht im Affekt begangen. Das war eine kaltblütig' geplante Sache. Und bei klarem Verstand traue ich Morgan so etwas nicht zu. Wie gesagt: höchstens in einer jähen Gefühlserregung. No, no, er hatte schon Recht, als er sagte, daß der Dieb des Wagens wohl auch Rockleens Mörder sein dürfte, aber —«
    Ich kam nicht dazu, meinen Satz zu beenden, denn Nords kam mit hochrotem Kopf zur Hintertür herausgestürzt.
    »Die Bande!« schrie er mit einer Stimme, die sich vor Aufregung überschlug. »Die Bande ist wieder aktiv! In Newcomb haben sie die Dorfgastwirtschaft überfallen!«
    Er wollte zu seinem

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